Evangelisches Schuldekanat
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Jahreslosung 2016:


Gott spricht:
"Ich will euch trösten,
wie einen seine Mutter tröstet".

Jesaja 66,13

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Ihr
Walter Vehmann


Religionsunterricht

reli unterricht

Der Religionsunterricht an den Schulen vermittelt Grundwissen zu Bibel, Christentum und anderen Religionen und setzt sich mit den wichtigen Fragen des Lebens auseinander.

Der evangelische Religionsunterricht begleitet die Jugendlichen bei ihrer Suche nach Orientierung und Lebenssinn. Er stellt auf altersgemäße Weise den Zusammenhang zwischen Glauben und Leben dar. Er ermöglicht es, die Bedeutung des Evangeliums von Jesus Christus im Leben zu entdecken und im christlichen Glauben eine Hilfe zur Deutung und Gestaltung des Lebens zu finden. Er informiert die Schülerinnen und Schüler nicht nur über den christlichen Glauben und seine Traditionen, sondern bringt die Heranwachsenden auch mit Glauben als Einstellung, Haltung und Lebenspraxis in Berührung und zeigt so den Heranwachsenden, dass Glauben Lebenshaltung und Lebenspraxis sein kann.

Im Religionsunterricht geht es um Grundfragen des menschlichen Lebens: Was ist gerecht? Warum müssen Menschen sterben? Wie hat alles angefangen? Warum gibt es Mann und Frau? Was ist Glück? Wie werde ich frei? Warum soll ich an andere denken? Wo wohnt Gott? Gibt es Gott überhaupt? Offenbar brauchen Menschen ihre eigenen Antworten auf diese Fragen, um in dieser Welt befriedigend leben zu können. Der christliche Glaube und sein Verständnis, dass jeder Mensch ein Ebenbild Gottes ist, das Verständnis der Natur als anvertraute Schöpfung, die Sicht von Mann und Frau als gleichberechtigte Partner und der innere Zusammenhang von Freiheit und Verantwortung ist Ziel und Inhalt des Religionsunterrichtes. Denn nur wer wirklich frei ist, der ist auch offen für andere.

Jede Woche nehmen im Bereich der badischen Landeskirche 232.000 Kinder und Jugendliche am Religionsunterricht teil, also rund ein Sechstel der 1,36 Mio. Mitglieder der Landeskirche. Der Religionsunterricht wird in den allgemeinbildenden Schulen auch von etwa 23.000 Kindern und Jugendlichen (freiwillig) besucht, die nicht zur evangelischen Kirche gehören. Dieser Anteil ist in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegen. Der Religionsunterricht wird von etwa 1.570 Lehrkräften im kirchlichen Dienst (Pfarrerinnen und Pfarrer, Diakoninnen und Diakone, Religionslehrerinnen und Religionslehrer) und etwa 2.760 im staatlichen Dienst (Lehrerinnen und Lehrer aller Schularten mit mehreren Fächern) erteilt.

Infos für Eltern

Wozu Religionsunterricht?

"Ein Verbrechen an der kindlichen Seele..."

RU - FragenEs sind oft genug Menschen, die mit dem christlichen Glauben wenig zu tun haben, die wichtige Argumente für den Religionsunterricht vorbringen. So schreibt etwa der Philosoph Vittorio Hösle, der wiederholt mit Kindern und Jugendlichen Sommerkurse zum Thema „Philosophieren mit Kindern und Jugendlichen" durchführte:

"...eine Auseinandersetzung mit der Gottesfrage und mit dem Problem des Todes (ist) unabdingbar, wenn ein Jugendlicher nicht banal werden soll. Die Tabuisierung gar dieser Frage ist ein Verbrechen an der kindlichen Seele..."

Religionsunterricht in der Schule

Der Religionsunterricht ist ordentliches Lehrfach an den Schulen des Landes. Der Staat hat die Verpflichtung übernommen, ihn einzurichten und seine Erteilung sicherzustellen. Unterrichtende in diesem Fach bedürfen einer Bevollmächtigung ihrer Kirche. Die Lehrpläne für den Religionsunterricht werden von den Kirchen erstellt und vom Land Baden-Württemberg veröffentlicht. Das Fach hilft den Kindern, unsere christlich geprägte Geschichte und Kultur zu verstehen. Ziel der Schule ist es, den ganzen Menschen zu bilden und zu erziehen. Deshalb bringt sie bedeutsame menschliche Erfahrungen schon im Kindesalter zur Sprache.

Der heutige Religionsunterricht knüpft verstärkt an den Erfahrungen und Fragen an, die dem Kind aus seinem Alltag vertraut sind:

•    – Woher kommt die Welt?
•    – Warum bin ich manchmal traurig?
•    – Wo war ich, als ich noch nicht da war?
•    – Gibt es Gott und was kann man über ihn sagen?
•    – Woher kommt das Leben und wie ist das, wenn man tot ist?

Diese Fragen stellen sich von Anfang an in jedem Unterricht und in jeder Art von Erziehung, ob sie religiös oder nicht religiös ist.

Fragen nach Gott und der Welt.pdf [1.2 MB]

FlyerRU.pdf [137.4 kB]

Themen im Religionsunterricht

Miteinander leben

Orientierung suchenDie Schülerinnen und Schüler werden vertraut mit Formen des gelebten christlichen Glaubens ihrer eigenen Konfession. Sie begegnen in ökumenischer Offenheit der anderen Konfession und lernen andere Religionen kennen. Im sozialen Miteinander üben sie, ihre eigene Meinung zu vertreten, andere Standpunkte zu tolerieren und Konfliktsituationen gewaltfrei zu lösen.

Nach Gott und dem Sinn der Welt fragen

Die Jugendlichen nehmen die Welt als Schöpfung Gottes mit allen Sinnen wahr. Sie werden angeregt, innezuhalten, zu staunen und sich über die kleinen und großen Dinge des Lebens als Geschenk Gottes zu freuen. Sie äußern und erweitern im Gespräch ihre Vorstellungen von der Welt, stellen Fragen nach der Wirklichkeit Gottes und dem Sinn des Lebens.

Die biblische Botschaft kennen lernen

Die Jugendlichen begegnen Geschichten der Bibel als einer Grundlage des christlichen Glaubens. Die Erfahrungen der Menschen in der Bibel mit Gott beziehen sie auf ihre eigene Lebens- und Glaubenssituation. Auch menschliche Erfahrungen wie Angst, Scheitern, Schuld, Trauer und Tod sind Thema. Auf dem Hintergrund der Botschaft von Jesus Christus werden Wege angeboten, mit solchen Lebenskrisen umzugehen.

Miteinander feiern

Die Schülerinnen und Schüler können im Religionsunterricht in aller Freiheit den Glauben einüben und reflektieren, der Freude und Vertrauen weckt und erfüllende Lebensziele zeigt. Gottesdienste und Gebet, Feste und religiöses Brauchtum gehören dazu.


Infos zum Evang. Religionsuntericht für Schülerinnen und Schüler

Glaubst Du an Gott? – Dann ist der evangelische Religionsunterricht ein wichtiges Unterrichtsfach für Dich; denn er bietet die Möglichkeit, diesen Glauben zu vertiefen und mit dem Verstand zu durchleuchten und die Konsequenzen für das Leben zu bedenken. Bibel

Glaubst Du nicht an Gott? – Dann ist der evangelische Religionsunterricht erst recht ein wichtiges Fach für Dich; denn hier hast Du die Möglichkeit, diese wichtigen Fragen in einer offenen Umgebung zu besprechen, Meinungen und Erfahrungen mit Gleichaltrigen dazu auszutauschen sowie die Überlieferungen der Bibel und der Glaubensgeschichte zu befragen.

Natürlich sind auch alle willkommen, die sich der Frage nach Gott zweifelnd oder skeptisch nähern!

In jedem Fall stehen die großen und kleinen Fragen unseres Lebens im Mittelpunkt des evangelischen RU:

- Woher kommt die Welt?
- Woher kommt das Leben?
- Wo war ich, als ich noch nicht da war?
- Wie ist das, wenn man tot ist?
- Gibt es Gott und was kann man über ihn sagen?

Darüber hinaus werden Themen angesprochen, die die Gestaltung des Alltags betreffen:

- Umgang mit Wahrheit und Lüge,
- Liebe, Freundschaft, Verlässlichkeit
- Verzeihen, Vergeben, Schuld
- Angst, Hoffnung und Zuversicht
- Gewalt, Gewaltbereitschaft und Frieden stiften

Bei den Gesprächen und dem Nachdenken über diese Themen spielt der Blick in die biblischen Texte und das Leben einzelner Christinnen und Christen eine wichtige Rolle: Solche Impulse kennen zu lernen, zu befragen und zu bedenken kann anregend und bereichernd sein.

Der evangelische RU blickt allerdings auch über den Bereich des christlichen Glaubens hinaus: Die Weltsicht und die Frömmigkeit von Menschen aus anderen Religionen, aber auch der die Gedanken und der Lebensstil von nichtreligiösen Menschen werden angesprochen, Vergleiche werden gezogen mit dem Ziel, Verständnis und Toleranz für Andersdenkende zu wecken.

Im Schulalltag ist der evangelische Religionsunterricht ein Fach wie jedes andere: Er hat seinen festen Platz im Stundenplan, es gibt versetzungsrelevante Noten, einen Bildungsplan und Reli-Bücher. Allerdings erteilen neben staatlichen Lehrerinnen und Lehrern häufig auch kirchliche Lehrkräfte diesen Unterricht.